Das
sind wir
Zwei Menschen. Zwei Hovawarte. Eine Geschichte.
Wir sind Conny und Achim.
Und wie so oft beginnt alles mit einem Hund – oder genauer gesagt: mit dem Fehlen eines Hundes. Unser erster Hovawart Esker, genannt Nando, hat unser Leben viele Jahre begleitet. Als er 2019 mit 13,5 Jahren ging, wurde es still im Haus. Sehr still. Zu still. Gleichzeitig waren wir beide beruflich stark eingespannt und fragten uns lange, ob wir einem neuen Hund wirklich gerecht werden könnten. Der Wunsch war da – aber auch der Respekt vor der Verantwortung.
Wenn es wieder ein Hovawart sein soll
Als wir hörten, dass im Zwinger vom Schmollensee im Frühjahr 2020 ein Wurf erwartet wurde, wurde uns erst richtig bewusst, wie sehr uns ein Hund fehlte. Und dass es – wenn überhaupt – wieder ein „Schmolli“ sein sollte. Wir zögerten. Dachten nach. Vielleicht ein bisschen zu lange. Als wir schließlich bei der Züchterin anriefen, kam die Ernüchterung: Alle 11 Welpen waren bereits vergeben. Enttäuschung machte sich breit, der Alltag übernahm wieder – und doch blieb dieser Wunsch. Manches braucht einfach seine Zeit.
Timing ist manchmal Schicksal
Im Juli 2020 ging Achim in den wohlverdienten Ruhestand. Plötzlich war da Zeit. Und ganz viel Raum. Die Entscheidung fiel: Wenn, dann jetzt. Anfang 2021 ging Frannie vom Schmollensee erneut auf „Hochzeitsreise“ zu Ennio vom Drei Ruten Berg. Der I-Wurf war unterwegs. Am 10. Mai 2021 erblickten acht schwarz-markene Hovawarte das Licht der Welt – sechs Rüden, zwei Hündinnen. Einer davon sollte es vielleicht werden. Wir wünschten uns einen Hund mit ausgeglichenem Temperament, souveränem Wesen und der Fähigkeit, unseren Alltag in Oldenburg gelassen zu begleiten.
Die Reise nach Usedom – und die Entscheidung
Als die Welpen fünf Wochen alt waren, durften wir sie besuchen. Also ging es voller Hoffnung nach Usedom. Und dann passierte das, was man nicht planen kann: Isker eroberte Achim vom ersten Moment an. Ganz selbstverständlich. Ganz klar. Wir hatten das große Glück, dass auch die Züchter dieser Wahl zustimmten.
Im Juli 2021 zog Isker bei uns ein – und unser Zuhause war wieder vollständig.
Ankommen im Alltag
Wir besuchten Welpenstunden, arbeiteten an der Leinenführigkeit und sahen dabei zu, wie sich Isker zu einem selbstbewussten, verspielten und stattlichen Hovawartrüden entwickelte. Er begleitet uns fast überall – zu Fuß, am Fahrrad, im Alltag. Er zeigt sich freundlich, souverän, entspannt. Aggression kennt er nicht. Im Mai 2023 bestand er seine Körung in der HZD in Sannum mit Bravour. In 2025 die ZTP im RZV. Kurz gesagt: Er ist genau der Hund, den wir uns gewünscht hatten.
Der Weg in den Ring – ohne großen Plan
Als wir mit Ausstellungen begannen, hatten wir kein großes Ziel. Wir wollten es einfach ausprobieren. Was folgte, war ein gemeinsamer Entwicklungsprozess – als Team, mit Höhen, Tiefen und einer guten Portion Humor. Isker ist clever, selbstsicher, witzig – inklusive ausgeprägtem Dackelblick.
Und ja: Seine Pubertät war… intensiv. Vor allem im Ring. Hinterfragen gehörte lange dazu – gerne auch mitten während der Bewertung.
Clubchampion – ein besonderer Meilenstein
2022 wurde anlässlich des 100-jährigen Hovawart-Jubiläums der Titel Hovawart Clubchampion ins Leben gerufen. Drei Jahre später durften wir diesen Titel – als erste überhaupt – entgegennehmen. Zwischen 2022 und heute haben wir viele Ausstellungen im In- und Ausland besucht, zahlreiche Titel errungen. Doch das Wertvollste auf diesem Weg waren die Menschen. Freundschaften, die weit über den Ring hinausgehen.
Auch sportlich unterwegs
Neben dem Alltag und den Ausstellungen sind wir mit Isker auch sportlich aktiv. Er hat nicht nur die BH-SKPr erfolgreich absolviert, sondern ebenso die IGBH-1 und IGBH-2 bestanden. Dabei zeigt er genau das, was wir an ihm als Gebrauchshund so schätzen: Arbeitsfreude, Konzentration und die Fähigkeit, sich auf neue Aufgaben einzulassen – ohne dabei seine Gelassenheit zu verlieren. Die Arbeit im sportlichen Bereich ergänzt für uns den Alltag und den Ausstellungsring auf sinnvolle Weise und rundet Iskers Profil als vielseitigen, belastbaren Hovawart ab.
Der Blick nach vorn
Unsere Reise ist noch nicht zu Ende. Wir wünschen uns, dass Isker seine tollen Eigenschaften weitergeben darf. Außerdem stehen noch einige Ziele auf der Liste: der IHF-Champion und der Schweizer Grande Champion. Und wer weiß – vielleicht sieht man sich bei der CRUFTS 2026 oder der World Dog Show 2027 in Wels.
Eines aber ist sicher: Isker ist ein Hund, der uns glücklich macht. Und genau darum ging es von Anfang an.